Mittwoch, 28 Juni 2017

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Kaninchen

  • Kategorie: Wissen
  • Veröffentlicht: Montag, 06. April 2015 14:20
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Oft gelten Kaninchen als pflegeleichte und anspruchslose Haustiere. Weil sie tagaktiv sind werden sie gerne als „Anfängertiere“ für Kinder angeschafft. Dabei sind Kaninchen für Kinder nur bedingt geeignet: Eine artgerechte Haltung ist meist nur mit der Unterstützung der Eltern möglich, denn Kaninchen haben unter anderem sehr spezifische Bedürfnisse. Wie bei Meerschweinchen dürfen Kaninchen niemals alleine gehalten werden, sondern mindestens zu zweit, besser noch in einer Gruppe. Um ungewollten Nachwuchs zu verhindern, muss berücksichtigt werden, dass das Männchen auch noch 4 Wochen nach der Kastration zeugungsfähig ist. Solange sollte das frisch kastrierte Böckchen nicht zu den Weibchen gesetzt werden.

Die Zusammensetzung sollte immer mit Artgenossen, sprich Kaninchen, geführt werden. Eine Zusammensetzung mit Meerschweinchen ist nicht empfehlenswert und auch nicht artgemäß.

Kaninchen sind Fluchttiere. Und als dieses sehr schreckhaft. Daher sollte man sich dem Gehege ruhig und langsam nähern und nicht gleich nach ihnen greifen. Auch ist das Kaninchen kein Kuscheltier. Es hält zwar meist still, wenn man esw auf den Arm nimmt, allerdings liegt es daran, dass es sich in einer Schreckstarre befindet. Wer ein zutrauliches Kaninchen haben möchte, sollte es also nur in Notfällen hochheben und es stattdessen behutsam von Hand füttern. Muss es dochmal hochgehoben werden, sollte man es vorher ruhig ansprechen und sanft streicheln, damit es nicht erschrikt.

Kaninchen müssen nagen. Im Gegensatz zum menschlichen Gebiss wachsen die Zähne des Kaninchens ein Leben lang. Deswegen ist ves wichtig ausreichend Nagematerial wie Heu, Äste und Rinden anzubieten, damit sich die Zähne abreiben. Genau wie Meerschweinchen dürfen Kaninchen nicht fasten. Ihr Darm muss ständig in Gang gehalten werden. Also: Ständige Futteraufnahme ist wichtig!

Kaninchen sind Bewegungstiere. Die handelsüblichen Käfige sind allesamt viel zu klein und werden dem natürlichen Bewegungsdrangs des Kaninchens bei Weitem nicht gerecht. Kaninchen benötigen – sowohl bei Innen-, als auch bei Außenhaltung – ein großes Gehege mit Schlafhäuschen und vielen Unterschlupfmöglichkeiten. Diese dienen nicht nur der Abwechslung, sondern vorallem als Rückzugsmöglichkeit bei Gefahr oder als Schutz vor Witterung.  

Blutspende

  • Kategorie: Wissen
  • Veröffentlicht: Mittwoch, 10. September 2014 12:19
  • Zugriffe: 2861
Wie auch in der Humanmedizin wird auch bei der Tiermedizin z.B. während OP's Spenderblut benötigt. Leider wissen das nur wenig Leute. Eine Blutbank ist in der Tierärztlichen Klinik am Bökelberg.
Voraussetzungen:

Die Tiere sollen gesund und von ruhigem Gemüt sein.

Alter: 1-7 Jahre Gewicht: mindestens 25 kg (Hund), 5 kg (Katze)
Regelmäßig geimpft und entwurmt
Kein Aufenthalt im südlichen oder östlichen europäischen Ausland
Reine Wohnungshaltung (Katze)
Keine Dauermedikation z.B. Antiepileptika, Herzmedis
Spendertiere sollten keine Bluttransfusion erhalten haben

Zeitaufwand: 40-50 min. da vorher eine Untersuchung stattfindet. Die Entnahme dauert ca. 10 min.

Wenn Sie helfen möchten, melden Sie sich bitte eine Stunde vorher telefonisch in der Klinik an.

Telefon: 02161-92 60 20

Viele Tiere denen durch die Spende Ihres Tieres geholfen wird, werden es Ihnen danken.

Und wer weiß, ob das eigene Tier nicht auch einmal eine Spende benötigt.

Qualvoller Tod im Auto

Nun ist es wieder soweit. Die Sonne scheint, jeder freut sich. Jeder? Eher nicht.

Jedes Jahr sterben viele Hunde durch die Unüberlegtheit ihrer Besitzer. Man geht "mal eben" Besorgungen machen. Geht ja alles ganz schnell. Dann steht man doch leider etwas länger an der Kasse als erwartet.

Doch schon ein paar Minuten können über Leben oder Tod entscheiden.

Auch wenn das Auto extra im Schatten abgestellt wurde. Die Sonne wandert und "plötzlich" steht das Auto in der Sonne und nach kürzester Zeit sind im Auto todbringende Temperaturen. Schon eine Viertelstunde im Auto kann einen Hund bei 30 Grad Außentemperatur in Lebensgefahr bringen.

Bitte lasst eure Tiere nicht im Auto zurück. Sie werden es euch danken.

FIP

  • Kategorie: Wissen
  • Veröffentlicht: Donnerstag, 24. Oktober 2013 10:23
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Katzenkrankheit FIP = Feline Infektiöse Peritonitis

                      ansteckende Bauchfellentzündung

 

Bei der Katzenerkrankung FIP handelt es sich um eine Infektionskrankheit. Der Erreger ist ein Virus aus der Familie der Coronaviren. Jede Katze hat Coronaviren im Körper.


Unterscheiden muss man zwischen dem Ausdruck "Krankheit" und "Infektion". Eine Katze kann jahrelang das FIP-Virus im Körper haben, ohne krank zu sein. Treten erste Symptome auf, spricht man vom Ausbruch der Krankheit. Die Inkubationszeit, also die Zeitspanne von der Ansteckung bis zum Krankheitsausbruch, ist von Tier zu Tier unterschiedlich. Ist ein Tier infiziert bricht die Krankheit rasch aus und endet leider immer tödlich.


FIP kann in zwei Verlaufsformen erscheinen. Meist tritt sie in der "nassen Form" auf. Dabei sammelt sich in der Bauchhöhle der Katze eine große Menge bernsteingelber, klarer Flüssigkeit an. Die betroffenden Tiere haben Fieber,  stumpfes Fell und magern stark ab. Typisch bei dieser Erkrankung ist die stark abgemagerte Wirbelsäule und der prall gefüllte Bauch. Eine an FIP erkrankte Katze ist ein Bild des Jammers: Ein mit Flüssigkeit gefüllter vorgewölbter Bauch bei gleichzeitig völlig abgemagertem Körper. Die enorme Flüssigkeitsmenge behindert die Atmung und die Herzfunktion. Die Gefahr eines grausamen Erstickungstodes wird von Stunde zu Stunde größer.   

Die "trockene" Form der FIP ist tückisch und vage. Es entstehen Knötchen und Auflagerungen in den verschiedensten Organen und Lymphknoten. Bei dieser Form der FIP kann die betroffende Katze an Durchfall, Erbrechen, Fieber und zentralnervöse Erscheinugen wie Lähmungen, Krämpfe, Gleichgewichtsstörungen oder Wesensveränderungen leiden. Augenhintergrundblutungen werden auch bei dieser Erkrankung beobachtet.

Die Feline Infektiöse Peritonitis verläuft, egal ob in nasser oder trockener Form, schleichend und endet immer mit dem Tod des Tieres.

Papageienhaltung

  • Kategorie: Wissen
  • Veröffentlicht: Donnerstag, 24. Oktober 2013 10:21
  • Zugriffe: 5361

Man sieht es sehr oft: Papageien, die einzeln, in runden, oft barock anmutenden Stubenkäfigen gehalten werden. Oft dienen noch ein Spiegel als Spielzeug und ein Plastikvogel als Partnerersatz. Als Argument für die Einzelhaltung hört man häufig: "Mein Papagei soll ja schließlich sprechen, deshalb ist er allein". Aber dass diese Haltungsform für den Vogel alles andere als artgerecht ist, darüber lässt sich nicht hinwegsehen. Ein Papagei, der spricht ist nämlich leider alles andere als glücklich. Er ist einsam und deshalb ahmt er menschliche Stimmen nach. Natürlich ohne zu wissen, was er da überhaupt erzählt. Nur wir Menschen interpretieren seine Geschwätzigkeit falsch und glauben, er wäre glücklich. Papageien sind jedoch Schwarmvögel, die nichts mehr lieben als die Gesellschaft mit ihresgleichen. Nur dann ist ein Papagei, sei es nun ein Wellensittich oder ein Ara, zufrieden.

Eine artgerechte Papageienhaltung ist eine Außenvoliere mit beheizbarem Innenschlag. Im Sommer können sich die Tiere draußen aufhalten und wenn es kalt wird, haben sie die Möglichkeit den Innenbereich zu nutzen. Bei der Wahl der Voliere gilt: Je größer, desto besser. Die Vögel müssen darin fliegen können.

Wichtig ist, dass die Voliere eckig und nicht rund ist. Vögel können sich in runden Käfigen nicht orientieren, sie brauchen Ecken. Auch darf die Voliere nicht aus weißen Stäben bestehen, da die Vögel die Farbe Weiß nicht sehen können und infolge dessen dagegen fliegen.

Als Sitzstangen wählt man am besten echte Obstbaum- und Laubbaumäste in verschiedenen Größen und Stärken, damit die Beinmuskulatur der Vögel elastisch bleibt und nicht versteift. Außerdem lieben Papageien das Wasser. Deshalb sollte eine Wasserschale, die so groß ist, dass der Papagei sich baden kann, bereitstehen. Man kann die Vögel auch behutsam mit einem Wassersprüher einsprühen, da das dem natürlichen Regen nahe kommt.

Da gerade Papageien sehr verspielt sind, kann man ihnen Seile, Schaukeln und Bällchen anbieten. Spiegel hingegen sind absolut ungeeignet, weil der Papagei das Spiegelbild als Rivalen sieht und versucht ihn zu vertreiben. Auch sieht der Vogel darin einen Artgenossen und er versucht diesen zu füttern, dabei kann er qualvoll ersticken, da er sich selbst füttert.

Der Boden sollte mit Vogelsand ausgestattet sein. Denn Vögel picken gerne im Sand und nehmen den im Vogelsand enthaltenen Kalk auf. Dieser versorgt den Vogel mit wertvollen Mineralien. Zusätzlich kann man Sepiaschalen, Muschelschalen oder angereicherte Mineralsteine anbieten.

Um seine Papageien artgerecht und ausgewogen zu ernähren, reicht man gute Sämerreien- und Körnermischungen. Man sollte darauf achten, dass nicht zu viele Sonnenblumenkerne enthalten sind. Sie schmecken den Vögeln zwar sehr gut, zu viele sind aber ungesund, da sie zu fetthaltig sind. Die Futtermischung muss auch auf den einzelnen Vogel abgestimmt sein. Würde man zum Beispiel Aras und Amazonen mit der gleichen Futtermischung füttern, würde die Amazone schnell zu fett werden, während der Ara unter Umständen unter Mangelerscheinungen leiden würde. Aber nur mit der richtigen Körnermischung ist es nicht getan. Grundsätzlich gilt: Papageien brauchen täglich frisches Obst sowie Gemüse und Grünfutter, da im Körnerfutter allein nicht genügend Vitamine und Aminosäuren enthalten sind. Obst wird sehr gerne genommen. Das Nahrungsspektrum ist hier sehr groß. Man kann den Papageien Apfelstückchen, Birnen, Trauben, verschiedene Beeren (wie beispielsweise Johannisbeeren, Erdbeeren oder Himbeeren) reichen. Auch Nektarinen, Clementinen oder Pflaumen verschmähen die Vögel meist nicht. Bei Zitrusfrüchten sollte man aufpassen. Sie dürfen nicht zu oft gegeben werden, da sie einen hohen Fruchtzuckergehalt und Säuren enthalten, die in hohen Mengen ungesund sind. An Gemüsesorten schmecken ihnen Möhren, am liebsten in Streifen oder Stückchen geschnitten. Auch Gurke, Paprika oder Tomate werden gerne genommen. Wildkräuter sind eine willkommene Abwechslung.

Übrigens: Papageienarten, und seien sie noch so klein, können sehr alt werden. Wellensittiche und Nymphensittiche erreichen mitunter schon ein Alter von bis zu 25 Jahren. Größere Papageien, wie der Graupapagei oder der Ara und die Amazone, können stolze 80 Jahre und älter werden. Zu bedenken ist, dass die Tiere auch solange gepflegt, versorgt und artgerecht untergebracht werden sollten.

Außerdem benötigt man für bestimmte Papageien eine CITES (Washingtoner Artenschutzabkommen), in dem festgehalten ist, dass der Vogel nicht aus Wildererei bzw. Wildfang stammt. Hierin wird auch dokumentiert, dass der Vogel registriert ist und einen Ring am Fuß trägt.        

Durchfall bei Tierheimhunden

  • Kategorie: Wissen
  • Veröffentlicht: Donnerstag, 24. Oktober 2013 10:20
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Wenn ein Hund ins Tierheim kommt, ist er einem enormen Stresslevel ausgesetzt. Der Hund versteht die Welt nicht mehr, für ihn ist es absolut unbegreiflich warum er jetzt nicht mehr bei seinen Bezugspersonen ist. Die fremde Umgebung, unbekannte Personen und das nicht zur Ruhe kommen führt unweigerlich zu einer hohen Belastung des Tieres. Wir wissen Aufregung und Stress strapaziert die Verdauung und es kommt zu Durchfällen. Beim Hund ist das nicht anders. Viele Tierheimhunde neigen zu Durchfällen. Dabei ist dies keine direkte, eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom. Selbstverständlich sollte man, wenn ein Hund immer wieder unter Durchfällen leidet, der Sache auf dem Grund gehen. Eine Wurmkur sollte auf jeden Fall verabreicht werden, um Darmparasiten auszuschließen. Auch können Viren, Bakterien, Vergiftungen, Allergien usw. dahinterstecken. Die meisten, der im Tierheim lebenden Hunde, leiden jedoch unter psychogenem Durchfall. Aufregung spielt bei dieser Darmfunktionsstörung eine große Rolle. Oft berichten Gassigeher, dass ein Hund während des spazieren gehens 5-6 mal Kot absetzt, zunächst ist die Konsistenz fest, jedoch wird sie von Mal zu Mal dünner. Ursächlich ist eine höhere Darmperistaltik (die Bewegung des Darms). Auch positive Veränderung bedeutet Stress für ein Tier, egal ob Hund, Katze oder Kleintier. Wird ein Tier aus dem Tierheim übernommen und findet ein neues Zuhause, muss der neue Besitzer mit Durchfall in den nächsten Tagen rechnen. Auch hier muss sich das Tier zunächst einleben und Zuhause ankommen.

Der Hamster

  • Kategorie: Wissen
  • Veröffentlicht: Donnerstag, 24. Oktober 2013 10:17
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Hamster unterscheiden sich von den restlichen Nagetieren darin, dass sie absolute Einzelgänger sind. 

Das Heimatgebiet des Goldhamsters ist die Steppe von Aleppo in Nord-Syrien. Er lebt in unterirdischen, röhrenähnlichen Bauten, die bis 2,5 Meter unter die Erdoberfläche reichen können.

Hamster sind dämmerungs- bis nachtaktiv. Sie schlafen in der Regel tagsüber. Seine Lebenserwartung beträgt 2 bis 4 Jahre und er wiegt ca. 80-180 Gramm. Bereits ab dem 30. Lebenstag werden Hamster geschlechtsreif. Der Hamster hat einen sehr empfindlichen, zarten und zerbrechlichen Körperbau. Sie mögen es überhaupt nicht hochgehoben oder herumgetragen zu werden. Oft fühlen sich die Tiere dann bedroht und springen aus großer Höhe herunter, dabei sind Knochenbrüche oft die Folge.

Hamster sind keine Kostverächter.  Sie werden mit spezielem Hamsterfutter ernährt. Dazu reicht man Apfelstücke, Banane, Birne, Tomate, Gurke . Aber auch für tierisches Eiweiß wäre der Hamster dankbar. Heu sollte immer zur Verfügung bereit stehen.

Zur Haltung eignet sich eine goße und geräumige Voliere oder ein großes Terrarium bzw. Aquarium. Hamster wühlen, graben und verstecken sich gerne, deshalb empfiehlt sich ein Bodenbelag aus reinem Hanfstreu.

Tagsüber muss sich der Hamster zurückziehen können, deshalb benötigt er ein Schlafhäuschen, welches aus unbehandeltem Holz bestehen soll. Zur Polsterung verwendet man Heu, Stroh oder Zellstoff. Hamsterwatte sowie Wollfäden sind absolut ungeeignet. Das Tier kann sich darin leicht verheddern und sich somit schwere Verletzungen zuziehen. Da Hamster Futterreste in sein Schlafhäuschen mit bringen, sollte das Dach des Schlafhäuschens abnehmbar sein, damit das Häuschen bequem zu reinigen ist.

Das Hamsterheim sollte so abwechslungsreich wie möglich gestaltet sein. Als Kletter- und Rückzugsmöglichkeit werden ungespritze Naturäste, Wurzeln, Steine, Korkröhren oder Grasnester gerne genommen. Für die Fellpflege bietet man den Tieren ein Sandbad an, bitte auch hier Chinchilla-Sand verwenden, keinen Vogelsand dieser ist zugrobkornig und zu scharfkantig.

Tierschutzwidriges Zubehör

Sogenannte Hamsterkugeln sowie "Hamsterautos" sind keineswegs tiergerecht. Hamsterkugeln sind mit kleinen Lüftungsschlitzen versehen. Der Hamster der darin gefangen ist, kann sich nicht selbst daraus befreien und kann auch die Geschwindigkeit und Richtung der Fortbewegung der Kugel nicht steuern. Das Tier gerät in eine totale Stresssituation. Auch besteht eine sehr hohe Verletzungsgefahr. "Hamsterautos" führen genauso zum Stress und zum Leiden der Tiere wie Hamsterkugeln.

Hamster sind keineswegs Kuscheltiere, sie mögen es überhaupt nicht angefasst zu werden.

Vielmehr sind sie Beobachtungstiere.

Der Degu

  • Kategorie: Wissen
  • Veröffentlicht: Donnerstag, 24. Oktober 2013 10:16
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Degus

 

Physiologische Daten: 

Die ursprüngliche Heimat der zu der Ordnung der Nagetiere zählenden Degus ist Zentralchile. Ihr Lebensraum sind selbst gegrabene Bauten und Felsen. Die Nager sind äußerst gesellig und leben in teilweise großen Gruppen zusammen. Wenn jedoch fremde Degus dazu treffen, führt es meist zu blutigen Auseinandersetzungen.

Degus können bis zu 7 Jahre alt werden und bis zu 300 gramm wiegen. Die Tiere sind sehr schnell geschlechtsreif. Männliche Tiere ab der 12. Woche und weibliche Tiere bereits ab der 6. Lebenswoche.

Haltungsanforderungen

Degus haben einen sehr starken Nagetrieb. Sie brauchen, wie alle Nager, ständig Nagematerial.

Der kleine Nager hat einen sehr komplexen Verdauungsapperat. Sie sind auf karge Nahrung angewisen. Diese muss ballaststoffreich und kohlenhydrat- / proteinarm sein.

Frisches Heu muss den Tieren ständig zur Verfügung stehen. Im Handel gibt es spezielles Degufutter.

Leider neigen Degus zu Diabeteserkrankungen, wenn sie zu süß oder zu eiweißreich ernährt werden. Ein kleines Stück Apfel, Gurke oder Möhre darf ruhig gegeben werden, jedoch nicht in großen Mengen. Als Leckerchen darf man auch mal eine Rosine verfüttern. Aber auch hier ist weniger oft mehr. Viel lieber mögen Degus getrocknete Disteln oder getrocknete Brennesseln. Und damit sind Sie immer auf der richtigen Seite.

Die Haltung von Degus sollte eine geräumige Voliere sein. Degus sind sehr bewegungsaktive Tiere und daher brauchen sie Platz. Auch ein Schrank lässt sich mit etwas handwerklichen Geschick prima zum Deguheim umbauen. Das Deguheim sollte mit mehreren Etagen versehen sein. Am besten wählt man Bretter aus unbehandeltem Holz.

Wichtig ist, dass den Tieren ausreichend Verstecksmöglichkeiten geboten werden. Höhlen die man auf den Boden stellt und Nistkästen für Nymphensittiche eignen sich super. Korkröhren und Wurzeln sehen nicht nur schön aus, in aller erster Linie erfüllen sie ihren Zweck den Tieren Rückzugsmöglichkeiten zu geben. Als Klettermöglichkeit bieten sich ungespritzte Naturäste an und sie dienen dem Abrieb der Zähne.

Degus pflegen sich sehr. Daher ist ein Sandbad unumgänglich. Bitte wählen Sie Chinchilla-Sand. Vogelsand ist zu grobkornig und zu scharfkantig und deshald als Badesand völlig ungeeignet.

Degus stellen hohe Ansprüche, sie sind sehr bewegungsaktiv und sozial. Niemals darf ein Degu alleine leben. Die kleinen, possierlichen Tiere sind Beobachtungstiere. Der Deguhalter sollte viel Freude am Zusehen und Beobachten seiner Tiere mitbringen.

Degus sind keine Kuscheltiere. Sie haben den natürlichen Fluchttrieb und mögen es gar nicht gestreichelt und auf den Arm genommen zu werden.

Kaninchen und Meerschweinchen

  • Kategorie: Wissen
  • Veröffentlicht: Donnerstag, 31. Januar 2013 09:47
  • Zugriffe: 4351

Kaninchen und Meerschweinchen - ideale Partner???

Ein Trend voller Missverständnisse 

 

Kaninchen und Meerschweinchen gemeinsam in einem Käfig zu halten, das ist ein Trend der letzten Jahre. Meistens sieht es auch so aus, als würde die Lebensgemeinschaft funktionieren. Wenn man sich aber die Herkunft und Biologie der beiden Tierarten genauer ansieht, erkennt man einige Unstimmigkeiten.

Kaninchen leben ganz anders als Meerschweinchen. Die beiden Tierarten können überhaupt nicht miteinander kommunizieren. Das kommt allein schon daher, dass Kaninchen ursprünglich aus Frankreich kommen und Meerschweinchen aus Mittelamerika.

Häufig hört man von Leuten, die diese Tiere zusammenhalten, dass sich das Kaninchen sogar auf dem Meerschweinchen aufreitet, um sich zu paaren. Dass dies für das Meerschweinchen keineswegs lustig ist, kann man sih durchaus vorstellen.

Trotzdem wird die Haltung der beiden Tierarten immer wieder versucht. Die Folgen: Es kann zu schweren Beißereien kommen, nach denen das Meerschweinchen sogar sterben kann. Geht es glimpflicher aus, so leben die Tiere ständig gestresst und einsam nebeneinander. Eine Kommunikation ist nicht möglich.

Kaninchen und Meerschweinchen sollten nicht alleine gehalten werden. Sie brauchen einen Sozialpartner, der aber unbedingt ein Artgenosse sein muss.  

Beliebte Kleintiere

  • Kategorie: Wissen
  • Veröffentlicht: Samstag, 26. Januar 2013 16:48
  • Zugriffe: 3382

Beliebte Kleintiere

Kleintiere sind beliebte Tiere. Ob nun als Hobbytier oder auch als Freund für Kinder, Kaninchen, Meerschweinchen und Co erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Leider werden die Haltungsanforderungen, die für ein Kleintier erforderlich sind, in den Schatten gedrängt. Die meisten Nagetiere und auch Kaninchen sind gesellige Tier, die unbedingt einen Artgenossen brauchen. Leider werden immer wieder Kleintiere in viel zu kleinen Käfigen, einzeln und ohne Beschäftigung gehalten.

Dabei werden die Tiere unterschätzt. Kaninchen, Meerschweinchen und Co. Sind Bewegungs- und Fluchttiere. Sie mögen es nicht auf den Arm genommen zu werden und den ganzen Tag beschmust zu werden. Hamster, Degus und Mäuse sind wahre Kletterkünstler. Sie lieben erhöhte Plätze. Aber auch buddeln und graben gehören zu ihren Vorlieben. Wichtig ist, dass die Utensilien aus natürlichem Holz bestehen. Plastik hat im Kleintierheim nichts zu suchen !

Meerschweinchen und Kaninchen sind auch sehr gesellige Tiere….. aber bitte! sie sollen niemals alleine gehalten werden, doch brauchen sie einen gleichartigen Partner. Diese beiden Tierarten miteinander zu vergesellschaften ist absolut konfus. Da die Kommunikation fehlschlägt.

Auch bei der Fütterung wird so mancher Kleintierhalter, leider auch im Handel, falsch beraten. Die oft angebotene schöne und anlockende bunte Mischung aus dem Handel, soll gesund und abwechslungsreich sein. Meist ist das Gegenteil der Fall. Der Verdauungstrakt von Chinchillas und Degus beispielsweise ist auf karge Nahrung eingestellt. Das Futter sollte ballaststoffreich und eiweißarm sein.

Heu ist ein Grundnahrungsmittel für alle Kleintiere. Es muss zur ständigen Versorgung bereitstehen. Auch Äpfel, Möhren und Gurken dürfen gereicht werden. Vorsicht ist bei Kohl und Salat geboten. Da diese im Körper der Tiere gären können und so zu Koliken führen.

Hamster, Mäuse und Ratten ernähren sich dagegen überwiegend von Körnern und Sämereien.

Auch tierisches Eiweiß, in Form von Joghurt, Quark, trockenen oder lebenden Insekten (Heuschrecken, Mehlwürmern oder Heimchen), werden von ihnen nicht verschmäht.

Egal ob Chinchilla, Hamster oder Kaninchen, gut und artgerecht gehalten und verpflegt, können sie dem Besitzer viel Freude bereiten. Bitte informieren Sie sich vor dem Kauf gut. Ihr Tierschutzverein berät Sie gerne. Denn Eines ist sicher, kleine Heimtiere sind keine Kuschel- oder Schmusetiere. Am wohlsten fühlen sie sich bei artgerechter und bedürfnisnaher Haltung.

Chinchillas

  • Kategorie: Wissen
  • Veröffentlicht: Samstag, 26. Januar 2013 15:04
  • Zugriffe: 2924

Chinchillas - süße Wollmäuse aber in der Haltung sehr speziell 

Putzig sehen sie aus, mit ihren großen Ohren, die denen einer Diddl-Maus ähneln. Und mit ihrem flauschigen Fell möchte man sie am liebsten den ganzen Tag streicheln und knuddeln. Dass die Tiere dies aber gar nicht mögen und dass das seidige Fell dies auch gar nicht verträgt, gerät oft in Vergessenheit. Chinchillas sehen zwar süß und putzig aus, sind jedoch absolut keine Kuschel- und Schmusetiere.

Chinchillas sind gesellige und nachtaktive Tiere. Sie leben in den Anden in Peru in Gruppen mit bis zu 1000 Tieren in einer Höhe von bis zu 5000 Metern. Ihr natürlicher Lebensraum ist die steile Gebirgslandschaft mit natürlichen Höhlen und Bauten. Die Tiere stellen hohe Anforderungen an die Haltung in Gefangenschaft. Zunächst einmal muss man sich darüber im Klaren sein, dass Chinchillas nie richtig zahm werden. Sie werden immer Wildtiere bleiben, die man vielleicht sogar besser in ihrer natürlichen Heimat gelassen hätte.

Sollte man sich aber trotzdem für diese Tiere als Heimtiere entscheiden, muss zuerst überlegt werden, ob man die Tiere überhaupt artgerecht unterbringen kann. Eine große Zimmervoliere ist Grundvoraussetzung, wobei ein eigener Raum, speziell für die Chinchillas, natürlich ideal wäre. Da Chinchillas die Höhe lieben, muss der Raum mit mehreren Sitzbrettern und dicken Ästen versehen sein. Weil Chinchillas Nagetiere sind und nichts vor ihren Zähnen sicher ist, ist es ganz wichtig, dass die Sitzbretter und sonstige Utensilien nicht aus Plastik bestehen. Auch dürfen keine Stromkabel für die Tiere zugänglich sein. Zur Beschäftigung können auch Kratzbäume für Katzen dienen, die von Chinchillas gerne zum Nagen genutzt werden.

Die Tiere haben einen ausgesprochen empfindlichen Magen-Darm-Trakt, sie sind auf karge Nahrung angewiesen. Nahrung, die reich an Kohlenhydraten, Fett oder Eiweiß ist, kann tödlich sein. Aus diesem Grund ist weniger mehr. Die ideale Nahrung für Chinchillas sieht so aus: Frisches Heu ist ein wichtiger Bestandteil der gesunden Ernährung der Tiere. Heu ist voller Ballastoffe und somit gut für die Verdauung. Es muss täglich zur ständigen Verfügung bereit gestellt werden. Das Hauptfutter besteht aus einem Mischfutter, das zu einem Teil aus Pellets und getrockneten Früchten, Kräutern und Gräsern zusammengesetzt ist. Es ist also spezilles Chinchillafutter erforderlich, das über den Zoofachhandel zu beziehen ist.

Als Leckereien bietet man ab und zu eine Rosine oder getrocknete Disteln sowie getrocknete Brennesseln an. Mit der Auswahl von Obst und Gemüse muss man ebenfalls sparsam und sorgfältig umgehen. Eine Möhre oder eine Gurkenscheibe darf ruhig verfüttert werden. Beim Obst reicht eine Scheibe vom Apfel. Bananen, Tomaten, Birnen oder Nüsse dürfen den Tieren nicht angeboten werden, da diese Sorten zu viele Kohlenhydrate enthalten und zu eiweißreich sind. Im schlimmsten Fall würde die Verabreichung zum Tode führen. 

Zur täglichen Fellpflege bevorzugen Chinchillas Sandbäder, die sie mehrmals am Tag nutzen. Dafür verwendet man speziellen Chinchillasand. Dieser ist ganz fein. Üblicher Vogelsand ist zu grobkörnig und schafr. Außerdem ist der darin enthaltene Kalk schädlich für das Fell und lässt es nur verkleben und fettig aussehen.

Fakt ist also: Chinchillas sind nur für Liebhaber geeignet und dürfen auf gar keinen Fall in viel zu kleinen Käfigen untergebracht werden. Vor allem als Haustiere für Kinder sind Chinchillas völlig ungeeignet. Sehr wichtig ist es, sich gut zu erkundigen und zu iformieren, bevor man sich für diese "exotischen" Tiere entscheidet, die einer speziellen Pflege bedürfen.

Wenn sie richtig gehalten werden, können Chinchillas 15 - 20 Jahre alt werden.