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Chinchillas

  • Kategorie: Wissen
  • Veröffentlicht: Samstag, 26. Januar 2013 15:04
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Chinchillas - süße Wollmäuse aber in der Haltung sehr speziell 

Putzig sehen sie aus, mit ihren großen Ohren, die denen einer Diddl-Maus ähneln. Und mit ihrem flauschigen Fell möchte man sie am liebsten den ganzen Tag streicheln und knuddeln. Dass die Tiere dies aber gar nicht mögen und dass das seidige Fell dies auch gar nicht verträgt, gerät oft in Vergessenheit. Chinchillas sehen zwar süß und putzig aus, sind jedoch absolut keine Kuschel- und Schmusetiere.

Chinchillas sind gesellige und nachtaktive Tiere. Sie leben in den Anden in Peru in Gruppen mit bis zu 1000 Tieren in einer Höhe von bis zu 5000 Metern. Ihr natürlicher Lebensraum ist die steile Gebirgslandschaft mit natürlichen Höhlen und Bauten. Die Tiere stellen hohe Anforderungen an die Haltung in Gefangenschaft. Zunächst einmal muss man sich darüber im Klaren sein, dass Chinchillas nie richtig zahm werden. Sie werden immer Wildtiere bleiben, die man vielleicht sogar besser in ihrer natürlichen Heimat gelassen hätte.

Sollte man sich aber trotzdem für diese Tiere als Heimtiere entscheiden, muss zuerst überlegt werden, ob man die Tiere überhaupt artgerecht unterbringen kann. Eine große Zimmervoliere ist Grundvoraussetzung, wobei ein eigener Raum, speziell für die Chinchillas, natürlich ideal wäre. Da Chinchillas die Höhe lieben, muss der Raum mit mehreren Sitzbrettern und dicken Ästen versehen sein. Weil Chinchillas Nagetiere sind und nichts vor ihren Zähnen sicher ist, ist es ganz wichtig, dass die Sitzbretter und sonstige Utensilien nicht aus Plastik bestehen. Auch dürfen keine Stromkabel für die Tiere zugänglich sein. Zur Beschäftigung können auch Kratzbäume für Katzen dienen, die von Chinchillas gerne zum Nagen genutzt werden.

Die Tiere haben einen ausgesprochen empfindlichen Magen-Darm-Trakt, sie sind auf karge Nahrung angewiesen. Nahrung, die reich an Kohlenhydraten, Fett oder Eiweiß ist, kann tödlich sein. Aus diesem Grund ist weniger mehr. Die ideale Nahrung für Chinchillas sieht so aus: Frisches Heu ist ein wichtiger Bestandteil der gesunden Ernährung der Tiere. Heu ist voller Ballastoffe und somit gut für die Verdauung. Es muss täglich zur ständigen Verfügung bereit gestellt werden. Das Hauptfutter besteht aus einem Mischfutter, das zu einem Teil aus Pellets und getrockneten Früchten, Kräutern und Gräsern zusammengesetzt ist. Es ist also spezilles Chinchillafutter erforderlich, das über den Zoofachhandel zu beziehen ist.

Als Leckereien bietet man ab und zu eine Rosine oder getrocknete Disteln sowie getrocknete Brennesseln an. Mit der Auswahl von Obst und Gemüse muss man ebenfalls sparsam und sorgfältig umgehen. Eine Möhre oder eine Gurkenscheibe darf ruhig verfüttert werden. Beim Obst reicht eine Scheibe vom Apfel. Bananen, Tomaten, Birnen oder Nüsse dürfen den Tieren nicht angeboten werden, da diese Sorten zu viele Kohlenhydrate enthalten und zu eiweißreich sind. Im schlimmsten Fall würde die Verabreichung zum Tode führen. 

Zur täglichen Fellpflege bevorzugen Chinchillas Sandbäder, die sie mehrmals am Tag nutzen. Dafür verwendet man speziellen Chinchillasand. Dieser ist ganz fein. Üblicher Vogelsand ist zu grobkörnig und schafr. Außerdem ist der darin enthaltene Kalk schädlich für das Fell und lässt es nur verkleben und fettig aussehen.

Fakt ist also: Chinchillas sind nur für Liebhaber geeignet und dürfen auf gar keinen Fall in viel zu kleinen Käfigen untergebracht werden. Vor allem als Haustiere für Kinder sind Chinchillas völlig ungeeignet. Sehr wichtig ist es, sich gut zu erkundigen und zu iformieren, bevor man sich für diese "exotischen" Tiere entscheidet, die einer speziellen Pflege bedürfen.

Wenn sie richtig gehalten werden, können Chinchillas 15 - 20 Jahre alt werden.